Gut konzertiert: Jobsharing bei buw consulting
Gero Keunecke Veröffentlicht von am

Jobsharing bei buw consulting

Wenn sich zwei Berater einen Job teilen, springt für den Kunden mehr Erkenntnis und Umsetzungskraft heraus. So lautet die vielversprechende Idee des Jobsharings, übertragen auf die Beraterbranche. Von den Vorteilen des Beschäftigungsmodells ist auch Claudio Felten überzeugt. Der Wirtschaftswissenschaftler und Geschäftsführer von Deutschlands größter Kundenmanagement-Beratung, buw consulting GmbH, implementiert Jobsharing bei buw jetzt in seiner 50-köpfigen Beratungseinheit.

Jobsharing ist für das Beratungshaus der buw Unternehmensgruppe aus mehreren Gründen interessant. Zum einen ändern sich in der neuen Arbeitswelt die Anforderungen, die Beschäftigte an ihren Arbeitgeber stellen. Jobsharing kann einen Beitrag dazu leisten, Arbeit, Familie und andere Interessen optimal zu integrieren. Zweitens ist der Arbeitsmarkt der Beratung von Besonderheiten geprägt. Viele kleine und mittelgroße Beratungsunternehmen teilen sich den Markt mit einigen Branchenriesen. Auch die buw consulting GmbH konkurriert mit erheblich größeren Unternehmen um die Aufmerksamkeit potenzieller Mitarbeiter. Ein innovativer Arbeitgeber kann mit Angeboten wie dem Jobsharing an entscheidender Stelle punkten. Drittens scheiden hochqualifizierte Berater zu oft aus der Beratung aus, weil berufliche Karrieren und spannende Projekte in Teilzeit heutzutage kaum möglich sind. Diese hochqualifizierten Menschen lassen sich mittels Jobsharing-Angebot durchaus für spannende Beratungsprojekte und einen weiteren beruflichen Werdegang im Consulting begeistern.

Respekt vor der Umsetzung

„Ich habe schon lange über Jobsharing bei buw gedacht, hatte allerdings großen Respekt vor der Umsetzung, da es in der Beratungsbranche bislang keine Praxisbeispiele und vor allem keine vernünftigen Grundlagen gab, auf denen man hätte aufbauen können“, erklärt Claudio Felten im Interview mit dem Berliner Startup Tandemploy. Ihm fehlten Antworten darauf, wie man geeignete Beraterpaare findet, welche Details bei der Vertragsausgestaltung zu berücksichtigen sind, oder wie sich ein Beratertandem organisieren lässt. „Als ich dann auf Tandemploy gestoßen bin, war mir schnell klar, dass ich es jetzt umsetzen will. Tandemploy ist mein Shortcut in die Praxis.“

Künftig sollen sich je zwei Berater eine ausgewählte Consultant-Stelle teilen. Berater, die am Tandemploy-Programm teilnehmen, sollen jeweils ganze Tage an ihrem Arbeitsplatz präsent sein und sich eine Woche teilen. Für den Bereich Marktentwicklung als auch für die Projektarbeit wird das Tandem gemeinsam verantwortlich sein. Die Organisation bleibt ihnen dabei komplett selbst überlassen. „Am Ende zählt nur das Ergebnis“, unterstreicht Claudio Felten. Damit das funktioniert, wird sein Unternehmen für die Tandems auch neue Serviceleistungen etablieren.

Nicht nur die Projekte, auch die Bestandskundenbetreuung und –entwicklung  werden zwischen den Tandem-Playern aufgeteilt. Dadurch wird das Ausfallrisiko auf Projekten extrem gesenkt, da im Krankheits- oder Urlaubsfall jederzeit der eine für den anderen einspringen kann. Wenn ein Kollege unerwartet oder geplant ausfällt, gibt es ein Backup, einen vollwertigen „Plan B“. „Nicht zuletzt erhalten unsere Kunden die doppelte Expertise zum gleichen Preis bei höherer Sicherheit“, verdeutlicht Claudio Felten den Nutzen für die Kunden.

Mit dem Konzept des Jobsharings bei buw consulting wendet sich das Unternehmen sowohl an aktuelle, als auch an potenzielle Mitarbeiter. Menschen sollen ihren Berufsweg selbst dann fortsetzen können, wenn sich ihr Leben, ihre Rahmenbedingungen oder ihre Schwerpunkte ändern. Auch dann sollen sie weiterhin das machen, was sie am besten können – und zwar Unternehmen rund um das Thema Kunde beraten. Claudio Felten sieht im Jobsharing in erster Linie keinen Produktivitätsmotor. Er verspricht sich aber einen zusätzlichen Schub für die unternehmenseigene Kreativität und die inhaltliche Vielfalt.

Grundsätzlich steht und fällt der Jobsharing-Erfolg damit, ob es gelingt, zwei Menschen zu finden, die miteinander und nicht gegeneinander arbeiten und als Einheit funktionieren. Das ist die Grundvoraussetzung für ein gut funktionierendes Jobsharing. Darüber hinaus gilt es, Kunden vom Nutzen des Jobsharings zu überzeugen und ihnen den Mehrwert der doppelten Expertise zu vermitteln. Und schließlich warten noch ganz alltägliche Herausforderungen auf Claudio Felten und seine künftigen Doppelspitzen: Wird ein Berater-Tandem extern eine gemeinsame Mail-Adresse und intern zwei, also jeder seine eigene Adresse, haben? Und werden sie eine Handynummer haben oder zwei? Claudio Felten gibt sich zuversichtlich: „Die optimale Kommunikation mit dem Kunden wird sich finden. Wichtig ist für mich, dass die bisherige Resonanz im Team auf das Jobsharing bei buw extrem positiv ist.“

Gero Keunecke

Über Gero Keunecke:

Seit Anfang 2011 kümmere ich mich bei buw gemeinsam mit meinen Kollegen um die Präsenz unseres Unternehmens in den großen und kleinen Medien. Die großen und kleinen Themen, mit denen uns das ... [Mehr]

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